Michelbacher Geldfälscher

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Eine bemerkenswerte Geschichte über die technologische Eigenschaft von Dirndlholz ist im Michlbacher Heimatbuch zu finden.

Die aus Böhmen stammenden Brüder Entlinger, Johann-Alexander, von Beruf Monteur und Emil, von Beruf Tischler, zogen um 1890 in Dorf 6 "Polhakmühle" ein und kamen 1893 auf die kuriose Idee, sich auf die Herstellung von Goldmünzen zu spezialisieren. Der örtliche Schmied Josef Mayer schmiedete ihnen nichtsahnend die erforderlichen Rundstanzen, die Prägestempel wurden von ihnen selbst aus hartem Dirndlholz geschnitzt. Die Produktion konnte beginnen. Die gelungenen Blüten waren bereits weithin im Umlauf, die Mühe schien sich zu lohnen, allerdings nur für kurze Zeit.

Ein St. Pöltner Kaufmann erkannte die Münzen, welcher Emil schwungvoll auf die Marmorplatte der Verkaufsbude geworfen hatte am dumpfen Klang als Fälschung. Auf die Frage des Kaufmannes, woher er denn dieses wunderschöne Geld habe, fühlte sich Emil geschmeichelt und sagte treuherzig: "des moch ma uns selm". Die beiden geldfälscher wurden verhaftet und nie wieder gesehen. Bemerkenswert sind in diesem Zusammenhang Anmerkungen in den Amtsblättern 16, 20 und 37 der Bezirkshauptmannschaft St. Pölten, Jg 1895. In diesen wird darauf verwiesen, daß in letzter Zeit in Niederösterreich wiederholt Münzfalsificate gefunden wurden: "Dem K.K. Haupt-Münzamt in Wien sind im Jänner 1895 aus Niederösterreich neuerlich Münzen, welche als falsch erkannt wurden zugekommen und zwar 2 stück a. 1 fl., 3 stück a.2 Kronen und 758 Stück 10 K. sowie 46 Stück 20 K. Conventionsmünzen".

Ob diese Funde tatsächlich mit dem erwähnten brüderpaar in Zusammenhang standen, kann nicht mit Sicherheit nachgewiesen werden, der zeitliche Zusammenhang ist jedenfalls gegeben. Zu vermerken ist noch, dass sich in den darauffolgenden Jahrgängen der Amtlichen Nachrichten keine Hinweise auf gefundene Münzfalsifikate finden, so dass man davon ausgehen kann, daß mit der Verhaftung der Brüder Entlinger der Spuk zu Ende war.Referenz-Fehler: Es fehlt ein schließendes </ref>

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