Dirndloliven

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Die Dirndlolive ist nicht nur eine ausgezeichnete Beilage, sie ist auch ein Juwel zum Kochen und Backen.
Die Dirndlolive ist nicht nur eine ausgezeichnete Beilage, sie ist auch ein Juwel zum Kochen und Backen.
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* [[Frucht (C. mas)|Die Dirndlfrucht]]
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* [[:st:Dirndloliven|Steinschaler Dirndloliven]]

Aktuelle Version vom 29. Januar 2013, 10:16 Uhr

Dirndloliven

Steinschaler Dirndloliven:

Reife, aber nicht überreife Dirndln werden sauer bzw. süß-sauer eingelegt. Die Olive des Dirndltales ist die wahre Diätolive: fettfrei und kalorienarm.

Die Dirndlolive ist nicht nur eine ausgezeichnete Beilage, sie ist auch ein Juwel zum Kochen und Backen.


Oeconomische Encyclopädie (1773 - 1858)

Schon in der Oeconomischen Encyclopädie von Johann Georg Krünitz (1773 - 1858) findet sich eine Anweisung zur Herstellung von Dirndloliven:

Wenn man die Kornel=Kirschen zu derjenigen Zeit, da sie noch grün oder grüngelblich, und ungefähr so groß wie die italiänischen oder französischen Oliven sind, sammelt, sie zuvörderst mit frischem Wasser, von dem ihnen anklebenden Staube und andern Unreinigkeiten säubert, und sie sodann mit Wasser so lange kocht, bis sie ihren herben Geschmack verloren haben, so lassen sich dieselben auf folgende Weise dergestalt zubereiten, daß sie, in allen Stücken, die Stelle der ausländischen Oliven vertreten. Man lässet zuerst die gekochten Kornellen an der Luft trocken werden, und kocht sie hernach mit Wein= oder Bier=Essig. Hierauf legt man dieselben, zum Gebrauch, mit frischem Essig, etwas Lorbeer=Blättern, Pfeffer=Kraute, Saturey und anderm hierzu dienlichen Gewürze, ein, und lässet sie eine Zeit lang wohl verwahrt stehen. Oder: Man lässet, wenn die Kornel=Kirschen eben an den Bäumen roth zu werden anfangen, die größten und rundesten ablesen, und erst ein wenig im Hause welk werden, ehe man sie einlegt. Das Aufbewahrungs=Gefäß, welches auch ein Fäßchen von Holz seyn kann, wird mit Salz=Wasser gefüllet, und es wird immer so viel Salz hinein geschüttet, als darin schmelzen kann, bis man merkt, daß das Salz nicht mehr zergehen will, sondern zu Boden fällt. In diese Lake werden die Früchte eingeleget; und wenn man sie nicht so hart, wie sie vom Baume kommen, haben will, muß man sie nur gar wenig angesotten haben. Es ist besser, daß sie hart, als weich, seyn, weil sie Oliven, die nicht weich sind, vorstellen sollen. In das Salz=Wasser muß man auch Stängel von grünem Fenchel und Lorbeer=Blätter mit einlegen, wovon zugleich die Früchte einen angenehmen Geruch bekommen. Die solcher Gestalt in dem Gefäße fest vermachten Früchte muß man wenigstens 3 Monathe ungerührt stehen lassen. Sollten sie beym Aufmachen, oder in der Folge, zu salzig geworden seyn, so werden sie zuvor, ehe sie zu Tische kommen, eingewässert. Diese Früchte kommen den Oliven nicht nur in Ansehung ihrer Farbe, Größe, und ihres Kernes, völlig gleich, sondern erlangen auch, durch solche Zubereitung, den Geschmack der Oliven. Und gesetzt, daß man sich derselben nicht in allen Fällen an statt der Oliven bedienen wollte, so werden sie uns doch in unsern Küchen, bey der Zubereitung verschiedener Speisen gar gute Dienste leisten. Vorzüglich schickt sich hierzu diejenige Art, welche, wenn sie auch reif ist, beynahe eine Oliven=Farbe hat, als: der Cornus fructu cerae colore (Kornel=Baum mit gelber Frucht). [1]

Quellen:

  1. Krünitz, Johann Georg: Oeconomischen Encyclopädie oder Allgemeines System der Staats= Stadt= Haus= u. Landwirthschaft, in alphabetischer Ordnung.1773 - 1858.
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