Diebstahl von Dirndlästen

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Eine Altbäuerin erzählt eine Geschichte, die sich vor ca. 50, 60 Jahren (also in den 1950er Jahren) im Pielachtal zugetragen hat:

Wertvolle Dirndläste

Wir haben ungefähr 50 bis 60 Dirndlstauden, manche sind schon uralt und der Ertrag lässt schon bedenklich nach. Aber die Jungen legen keinen großen Wert auf den Ertrag. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren die Zeiten nicht so gut wie heute und ein Jeder schaute, dass es irgendwie möglich war, etwas dazu zu verdienen.

In unserer Nachbarschaft waren zwei Söhne, einer davon ging in die nahe gelegene Fabrik und dort brauchte man für alles Mögliche Stiele, die aus hartem Holz sein sollten. So kam es dazu, dass der Besagt bei uns natürlich bei Nacht und Nebel von den Dirndlstauden ein bis zwei Meter lange Äste absägte und diese in der Fabrik für diese Zwecke verwendet wurden.

Im nächsten Frühjahr sahen wir zu unserem Entsetzen, dass viele Dirndlstauden dürre Äste hatten. Denn der Besagte schnitt nur den geraden Ast heraus und das Gestrüpp blieb auf der Staude zurück. Wir sahen nachher einmal, dass er auf einem Ochsenfuhrwerk etwas geladen hatte, es war mit Decken schön verhüllt. Erst im Nachhinein wussten wir, dass es unsere Dirndläste waren.

Heute ist er schon verstorben und die Dirndlstauden haben wieder frische Äste bekommen.

Original Niederschrift

Diebstahl von Dirndlästen
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